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Zurück in die Zukunft: Zeit, die Verbindung zu Europa zu erneuern

Die Werte, auf denen die Europäische Union gegründet wurde, sind bedroht, da Terrorismus und Unsicherheit das Feuer des Populismus, Rassismus und der Diskriminierung anheizen. Im Vorfeld des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge sind in der EU starke Führungsqualitäten gefragt, um uns an die gemeinsamen Werte Respekt, Rechte und Rechtsstaatlichkeit zu erinnern, betont die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA).

„Die Gründerväter der EU schufen das Fundament für eine Union der Völker Europas auf der Basis von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten“, erklärte FRA-Direktor Michael O'Flaherty. „Wir müssen ihr Vermächtnis ehren, nicht nur in Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch mit Blick auf das Europa der Zukunft. Die führenden Politikerinnen und Politiker Europas müssen deutlich machen, dass die Union nicht nur eine Union von Staaten, sondern auch eine Union der Menschen mit unveräußerlichen Menschenrechten ist.“

Vor sechzig Jahren kämpfte Europa mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs und versuchte die Gesellschaften zu heilen, die auseinandergerissen worden waren. Die Römischen Verträge schufen die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit und Integration mit dem Ziel, Europa wieder aufzubauen.

Seitdem hat die EU eine beachtliche Reihe von Strukturen und Verfahren entwickelt, um die Grundrechte zu schützen. Dazu gehören die EU-Grundrechtecharta, anerkannte nationale Menschenrechtsinstitutionen und Gleichstellungsgremien sowie die FRA, das unabhängige Kompetenzzentrum der EU im Bereich der Grundrechte.

Im Jahr 2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis für ihren Beitrag zu Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa.

Gleichwohl sehen sich die Menschen in Europa im Alltag großen Herausforderungen gegenüber, denn zu viele leben in Armut und viele können ihre Grundrechte auf Bildung und Gesundheitsvorsorge nicht wahrnehmen. Europa erlebt einen weit verbreiteten, besorgniserregenden Trend zu immer mehr Hassreden und Diskriminierung. Das Bekenntnis zu den Menschenrechten lässt in beunruhigender Weise nach – bei politischen EntscheidungsträgerInnen und innerhalb unser Gesellschaften.

Dieser Jahrestag erinnert uns zum richtigen Zeitpunkt an die Werte, auf denen die EU gründet. Wir müssen die Gelegenheit nutzen, wieder eine Verbindung zwischen Europa, seinen Menschen und ihren Rechten zu schaffen.