In dem Papier Protecting Children on Social Media der FRA werden die Sorgen von über 26 000 Befragten in der gesamten EU zur Nutzung sozialer Medien durch Kinder sowie ihre Haltung zu möglichen Zugangsbeschränkungen beleuchtet.
Zu den größten Sorgen zählen:
- Konfrontation mit gewalttätigen Inhalten (89 %)
- Risiko von Ausbeutung (89 %)
- Social-Media-Sucht (88 %)
In der Umfrage wurde auch nach gesetzlichen Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder gefragt. Laut den Ergebnissen finden 74 % der Befragten, dass die Nutzung sozialer Medien für Kinder in einem gewissen Alter verboten sein sollte.
Beim Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien gehen die Meinungen jedoch auseinander. Die Mehrheit der erwachsenen Befragten spricht sich für ein Mindestalter von 16 oder 18 Jahren aus. Die befragten Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren hingegen bevorzugen niedrigere Altersgrenzen – meist 14 oder 15 Jahre.
Die EU und ihre Mitgliedstaaten arbeiten bereits daran, soziale Medien für Kinder sicherer zu machen – durch das Gesetz über digitale Dienste der EU sowie durch Bemühungen zur EU-weiten Harmonisierung der Altersüberprüfung. Außerdem wurde ein spezielles Panel zur Kindersicherheit online eingerichtet, um die Europäische Kommission in dieser Angelegenheit zu beraten.
Die Umfrageergebnisse der FRA liefern wichtige Erkenntnisse für die laufenden Diskussionen zum Schutz von Kindern im Internet. Sie können dazu beitragen, dass die Grundrechte von Kindern gewahrt werden, darunter Rechte wie die Meinungsfreiheit sowie das Recht auf Teilnahme, Privatsphäre und Datenschutz.
Die Umfrage fand im November 2025 statt.